Die deutschen Sicherheitsbehörden – allen voran das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) – registrieren seit Jahren eine steigende Zahl von Cyberangriffen. Die Bedrohungslage ist real, und auch kleine Unternehmen, Vereine oder Selbstständige können betroffen sein.
Darum reicht es nicht „nur“ seine Systeme gut abzusichern. Genauso wichtig ist eine solide Backup-Strategie. Denn selbst bei guter Pflege kann es passieren, dass ein Angriff durchkommt oder eine unbedachte Aktion Daten beschädigt. In diesem Moment entscheidet ein aktuelles Backup darüber, ob man schnell wieder arbeitsfähig ist – oder ob der Schaden richtig ärgerlich wird.
Ein Beispiel, das vielen aus den Nachrichten bekannt ist: Emotet und ähnliche Verschlüsselungstrojaner. Sie verschlüsseln komplette Systeme und fordern Lösegeld, um die Daten wieder freizugeben. Mit einem tagesaktuellen Backup ist dieses Szenario immer noch ernst, aber deutlich besser beherrschbar: Man muss natürlich das Einfallstor identifizieren und schließen – das kann viel Zeit und Nerven kosten.
Der entscheidende Unterschied ist aber: Man verliert keine oder nur sehr wenige Daten und ist nicht darauf angewiesen, Lösegeld zu zahlen.
Einige von euch nutzen bereits die Backup-Verwaltung im cologne hosting Kundenmenü. In Kombination mit den cologne hosting Nextcloud-Tarife wird daraus ein sehr leistungsfähiges Werkzeug: automatische Versionen, externe Speicherung, transparente Kontrolle – und am Ende das gute Gefühl, dass nichts so schnell verloren geht.
Warum soll ich eigene Sicherungen machen, cologne hosting sichert doch alle Server automatisch, oder?
Das stimmt. Die zentralen Serversicherungen laufen alle acht Stunden und greifen dabei auf den kompletten Datenbestand zu. Anschließend werden die Sicherungen versioniert, komprimiert, archiviert und nach definierten Fristen wieder gelöscht. Für den Ernstfall ist das eine wertvolle Sicherheitsstufe im Hintergrund.
Allerdings hat dieses System naturgemäß Grenzen. Die Sicherungen sind immer Momentaufnahmen ganzer Server. Wenn du also innerhalb der acht Stunden zwischen zwei Backups eine Datei anlegst, bearbeitest und versehentlich wieder löschst, taucht diese Datei in keiner Sicherung auf.
Dazu kommt: Die Server-Backups arbeiten mit gewaltigen Datenmengen. Dabei kann es in seltenen Fällen zu Schreibfehlern kommen, die einzelne Dateien beschädigen. Wenn sehr viele Daten in kurzer Zeit geändert wurden, können Sicherungsläufe zudem länger dauern oder im Ausnahmefall in ein Timeout laufen. Das Ergebnis ist dann ein unvollständiges Backup.
In der Praxis funktioniert das System ausgesprochen gut – über die Jahre konnten unzählige Kundendaten zuverlässig wiederhergestellt werden. Die Erfolgsquote liegt sehr hoch, aber eben nicht bei hundert Prozent. Und genau deshalb sind eigene, unabhängige Backups so wichtig: Sie fangen die Szenarien ab, die das zentrale System naturgemäß nicht vollständig abdecken kann.
Welche Vorteile bietet eine eigene Sicherung mit der integrierten Backup-Verwaltung?
Eigene Backups bieten vor allem drei zentrale Vorteile – und die machen im Alltag einen echten Unterschied:
Erstens kannst du vor größeren Änderungen an deiner Website ganz einfach eine manuelle Sicherung anstoßen. Ob Plugin-Update, Theme-Wechsel oder eine größere Überarbeitung: Wenn später etwas schiefgeht, stellst du einfach die letzte Version wieder her. Keine Panik, kein Zeitverlust.
Zweitens: Du kannst deine Sicherungen selbst wiederherstellen. Ohne Support-Ticket, ohne Wartezeit, ohne Kosten. Zwei, drei Klicks – und deine Seite ist wieder im Zustand der ausgewählten Version. Gerade bei akuten Problemen spart das enorm viel Stress.
Für kurzfristige Sicherungen – zum Beispiel vor einem größeren Update – reicht eine lokale Sicherung auf deinem Webspace völlig aus. Sie ist schnell, unkompliziert und sofort griffbereit. Für echte, langfristige Backups ist die lokale Variante allerdings nicht geeignet. Wenn etwas passiert, das deinen Webspace betrifft, sind die dort abgelegten Sicherungen ebenfalls betroffen. Eine sinnvolle Backup-Strategie braucht also mindestens ein externes Speicherziel.
Genau dafür bietet die Backup-Verwaltung verschiedene Repository-Typen, die unterschiedliche Anforderungen abdecken:
„LOKAL“ – Die Sicherung liegt direkt in deinem Webspace. Sie ist schnell erstellt, sofort verfügbar, verbraucht aber natürlich deinen Speicherplatz und ist "angreifbar".
„FTP(S) / SFTP“ – Du kannst jeden beliebigen FTP-Server als Ziel nutzen. Vom eigenen NAS im Büro bis zu vielen externen Clouddiensten ist alles möglich.
„DROPBOX“ – Wenn du ausreichend Platz in deiner Dropbox hast, kannst du die Sicherungen direkt dorthin schreiben lassen.
„WebDAV“ – Ideal für alle Dienste, die WebDAV unterstützen.
Besonders praktisch: Die Backup-Verwaltung arbeitet hervorragend mit den Nextcloud-Tarifen von cologne hosting zusammen. Mehr Infos findest du hier: https://cologne.hosting/nextcloud-hosting/
Warum sollte ich überhaupt regelmäßige Backups machen?
„Normalerweise passiert ja nichts – und wenn ich ein Update mache, lade ich mir vorher einmal alles runter, zur Sicherheit.“
Dieser Satz ist verständlich und im Alltag oft sogar zutreffend. Trotzdem gibt es eine ganze Reihe von Situationen, in denen eine aktuelle Sicherung Gold wert ist – und in denen man vorher eben nicht daran gedacht hat, alles manuell herunterzuladen.
Ein paar Alltagsbeispiele:
- Das CMS führt ein automatisches Update durch, das schiefgeht und Teile der Website beschädigt.
- Die Seite wird über eine bisher unbekannte Sicherheitslücke gehackt und plötzlich für Spam oder Malware missbraucht.
- Zwischen Mitarbeitern, Auftraggebern oder Agenturen kommt es zu Missverständnissen – und plötzlich wurden Inhalte gelöscht, deren Fehlen erst Wochen später bemerkt wird.
Und das sind nur drei der häufigen Fälle. Ihnen allen ist eines gemeinsam: Sie passieren ohne Vorwarnung. Genau dann zahlt sich eine konsequente Backup-Strategie aus. Man ist nicht machtlos, sondern kann die Website schnell wiederherstellen.
Die automatischen Server-Sicherungen von cologne hosting sind dafür ein zentraler Baustein. Sie laufen automatisch im Hintergrund, für dich komplett kostenlos und in allen Tarifen inklusive.
Mit der internen Backup-Verwaltung im Kundenmenü, hast du zusätzlich ein Werkzeug an der Hand, das dir genau die Lücken schließt, die zentrale Backups naturgemäß nicht abdecken können. Du kannst eigene Versionen anlegen, externe Speicherziele nutzen, vor Updates kurz manuell sichern oder ältere Stände gezielt wiederherstellen – unabhängig, kostenlos und ohne Wartezeiten.
Auch dieses Tool kostet nichts extra und ist in allen Webhosting Tarifen enthalten.
Warum funktionieren Backups mit einem Nextcloud-Tarif besonders gut?
Die Backup-Verwaltung ist schon für sich ein starkes Werkzeug – richtig stark wird sie aber, wenn du sie mit einem Nextcloud-Tarif kombinierst. Der Grund ist simpel: Eine Nextcloud ist nicht nur ein „Speicherort“, sondern ein eigener, vollständig getrennter Serverbereich, auf den du per WebDAV zugreifen kannst. Genau diese Trennung macht deine Backups deutlich belastbarer.
Wenn dein Webspace von Updates, Plugins, Fehlern oder Angriffen betroffen ist, bleibt die Nextcloud in dem Moment davon unberührt. Wenn du die Backups dorthin auslagerst, liegt automatisch immer mindestens eine aktuelle Version deiner Daten außerhalb des eigentlichen Systems, das du sichern willst. Das entspricht dem wichtigsten Prinzip professioneller Datensicherung: Daten und Backup gehören nicht auf dieselbe Maschine.
Durch die interne Anbindung im Rechenzentrum ist die Verbindung wahnsinnig schnell und mit unter stabiler als zu externen Zielen.
Kurz gesagt:
Die Backup-Verwaltung sorgt für komfortable Sicherungen.
Die Nextcloud sorgt für schnelle verbindung und getrennte Aufbewahrung.
Erst beides zusammen ergibt eine Backup-Strategie, die auch in stressigen Situationen zuverlässig funktioniert.
3 Kopien deiner Daten
Die Originaldaten plus zwei zusätzliche Sicherungskopien.
2 unterschiedliche Speicherorte
Mindestens zwei dieser Kopien sollten auf unterschiedlichen Medien liegen – zum Beispiel Webspace + Nextcloud, oder Webspace + FTP-Server.
1 Kopie extern gelagert
Mindestens eine Sicherung darf nicht auf derselben Infrastruktur liegen wie die Originaldaten. Sie muss also „außer Haus“ liegen – getrennt von Systemen, die im Ernstfall betroffen sein könnten.
Diese Regel klingt simpel, verhindert aber in der Praxis fast jeden gravierenden Datenverlust. Besonders mit einem Nextcloud-Tarif lässt sich die externe Kopie leicht, automatisch und zuverlässig abbilden.

