Du nutzt für deine Website noch PHP 7.4 oder sogar noch älter? Dann solltest du jetzt weiterlesen. Denn veraltete PHP-Versionen sind nicht nur ein technisches Problem – sie sind ein echtes Sicherheitsrisiko.
Was ist PHP überhaupt?
PHP ist die Programmiersprache, die im Hintergrund deiner Website läuft. Wenn jemand deine Seite aufruft, sorgt PHP dafür, dass Inhalte aus der Datenbank geholt, mit deinen Template-Dateien "kombiniert" und als Webseite im Browser angezeigt werden. Bei WordPress, Joomla, Shopware und den meisten anderen Content-Management-Systemen ist PHP das Herzstück.
Und wie bei jedem Computerprogramm gibt's auch bei PHP regelmäßig Updates und neue Versionen.
Das Problem mit alten Versionen
Alte PHP-Versionen funktionieren oft erstmal noch – deine Website läuft ja. Aber unter der Haube lauern Probleme. Und die werden mit jedem Tag größer.
PHP-Versionen haben ein Ablaufdatum. Die Entwickler unterstützen jede Version nur für einen bestimmten Zeitraum:
- 2 Jahre gibt's aktive Updates und neue Features
- Danach noch 1 Jahr Sicherheitsupdates
- Dann ist Schluss – die Version gilt als "End of Life"
PHP 7.4 zum Beispiel ist seit November 2022 offiziell nicht mehr supported. Trotzdem laufen noch unzählige Websites damit.

Sicherheitslücken – die größte Gefahr
Das ist der Knackpunkt: Wenn eine PHP-Version kein Support mehr bekommt, werden auch keine Sicherheitslücken mehr geschlossen. Und die gibt's immer wieder.
Hacker haben dann leichtes Spiel. Sie kennen die Schwachstellen und können gezielt angreifen:
- Deine Website wird gehackt und für Spam missbraucht
- Kundendaten werden gestohlen
- Schadsoftware wird verteilt
- Deine Domain landet auf Blacklists
Performance – deine Website wird langsam
Alte PHP-Versionen sind nicht nur unsicher – sie sind auch lahm. Mit jeder neuen PHP-Version wird der Code optimiert und beschleunigt.
Der Unterschied ist mit unter erheblch: PHP 8.3 ist teilweise doppelt so schnell wie PHP 7.4.
Das heißt:
- Deine Seite lädt schneller
- Deine Besucher sind zufriedener
- Google mag schnelle Seiten – besseres Ranking
Gerade bei WordPress-Seiten mit vielen Plugins merkst du den Unterschied sofort.
Kompatibilität – irgendwann läuft nichts mehr
Auch Plugin- und Theme-Entwickler gehen mit der Zeit. Neue Versionen nutzen Features aus aktuellen PHP-Versionen. Abwärtskompatibilität zu alten PHP-Versionen macht zusätzliche Arbeit, die nach einer Übergangszeit meistens eingestellt wird.
Das bedeutet dann:
- Neue Plugins und Themes lassen sich nicht mehr installieren
- Du kannst deine bestehenden Erweiterungen irgendwann nicht mehr updaten
- Du verpasst wichtige Sicherheitsupdates für WordPress selbst
Das Problem potenziert sich: Du sitzt auf einer alten PHP-Version fest UND gleichzeitig auf veralteten Versionen von Themes, Plugins und dem CMS.
Alles zusammen wird dann zu einem echten Sicherheitsrisiko.
So checkst du deine PHP-Version
Bei den meisten Hostern siehst du im Kundenmenü, welche PHP-Version du nutzt. Oder du fragst kurz beim Support nach.
Falls du bei uns hostest: Im Kundenmenü kannst du die PHP-Version mit wenigen Klicks selbst ändern. Und wenn du dir unsicher bist, schreib uns kurz – wir helfen dir gerne weiter.
Unser Tipp: Nutze mindestens PHP 8.2, besser noch PHP 8.3 oder höher. Die sind aktuell, sicher und schnell.
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